Jugend forscht Regionalwettbewerbsleiter erhält Klaus-von-Klitzing-Preis 2014

 
Universität Oldenburg und EWE Stiftung ehren „Lehrer des Jahres für naturwissenschaftliche Fächer“

 
Der Jugend forscht Regionalwettbewerbsleiter Werner Decker aus Jülich ist „Lehrer des Jahres für naturwissenschaftliche Fächer“. Der Pädagoge wurde gestern in Oldenburg mit dem Klaus-von-Klitzing-Preis 2014 ausgezeichnet. Die nach dem deutschen Physik-Nobelpreisträger benannte Ehrung erhalten Lehrkräfte, die Schülerinnen und Schüler auf besondere und innovative Weise für Naturwissenschaften und Technik begeistern. Der mit 15.000 Euro dotierte Preis wird jährlich von der Universität Oldenburg und der EWE Stiftung in Anwesenheit von Professor Klaus von Klitzing vergeben.

 
Oberstudienrat Werner Decker ist Fachlehrer für Biologie und Chemie am Jülicher Gymnasium Haus Overbach. Seit 2001 leitet er den Jugend forscht Regionalwettbewerb in Jülich. Neben seiner Tätigkeit als Wettbewerbsleiter ist er als Projektbetreuer bei Deutschlands bekanntestem Nachwuchswettbewerb aktiv.

 
Bei der Preisübergabe würdigte Professor Klaus von Klitzing den Laureaten als einen Lehrer, der in seinem mehr als 20-jährigen Engagement nicht nur Schülerinnen und Schüler für Umweltwissenschaften, Chemie und Biologie begeistert, sondern auch Nachwuchskräfte motiviert habe, sich mit diesen Fächern über das normale Maß hinaus intensiv zu befassen.

 
Neben seinem Engagement für Jugend forscht setzt sich Werner Decker besonders für den wissenschaftlichen Austausch zwischen seinem Gymnasium, Hochschulen und dem Forschungszentrum Jülich ein. Er hat zahlreiche Kooperationen ins Leben gerufen: So lädt er beispielsweise regelmäßig Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler zu Vorträgen in den naturwissenschaftlichen Unterricht ein. Jedes Jahr unternehmen Schülerinnen und Schüler Exkursionen an das Institut für Rohstoffgewinnung der RWTH Aachen oder an das Forschungszentrum Jülich. In Zusammenarbeit mit der Fachhochschule Aachen richtete er an der Schule eine Photovoltaikanlage ein, die als Praxisbeispiel im Physik-, Chemie- und Technikunterricht dient. Ein preisgekröntes pädagogisches Konzept ist Werner Deckers „FIT AG“. „FIT“ steht für „Forschung-innerschulischer-Transfer“: Schülerinnen und Schüler der Klasse 5 werden von älteren Schülern beim Experimentieren unterstützt und angeleitet. Seit 2013 hat der aktuelle Klitzing-Preisträger auch den Lehrernachwuchs im Blick und ist Mitinitiator eines Projekts zur Lehrernachwuchsförderung im Bereich Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik (MINT) am Gymnasium Haus Overbach.

 
„Wir freuen uns sehr über die Auszeichnung unseres Regionalwettbewerbsleiters Werner Decker“, sagt Dr. Sven Baszio, Geschäftsführender Vorstand der Stiftung Jugend forscht e. V. „Der Preis wirkt als Anerkennung und Motivation, sich mit innovativen Konzepten für die Weiterentwicklung der MINT-Förderung in Deutschland einzusetzen.“

 
Der Namensgeber des Preises, Professor Klaus von Klitzing, verbrachte die ersten Jahre seiner Schulzeit in Oldenburg. 1985 wurde der Wissenschaftler für den von ihm entdeckten „Quanten-Hall-Effekt“ mit dem Nobelpreis für Physik ausgezeichnet. Er ist unter anderem Direktor am Max-Planck-Institut für Festkörperforschung in Stuttgart und Mitglied des Internationalen Solvay Instituts.

 

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