„Klaus-von-Klitzing-Preis 2011“
 

 Universität Oldenburg und EWE Stiftung vergeben mit 10.000 Euro dotierte Auszeichnung für besonders engagierte Pädagogen
 


Die Jugend forscht Betreuungslehrer Dr. Dahlia Fischer und Dr. Friedrich Lütke Twenhöven sind „Lehrer des Jahres für naturwissenschaftliche Fächer“. Die beiden Pädagogen werden mit dem „Klaus-von-Klitzing-Preis 2011“ ausgezeichnet. Die nach dem deutschen Physik-Nobelpreisträger benannte Ehrung erhalten Lehrer, die sich in besonderer Weise um die Anregung ihrer Schülerinnen und Schüler zu wissenschaftlichem Arbeiten und Denken verdient gemacht haben. Die Erfolge in zahlreichen Schülerwettbewerben belegten eindrucksvoll die hohe Qualität der Unterrichtskonzepte der beiden Preisträger, so Prof. Klaus von Klitzing, der die Auszeichnungen persönlich überreichen wird. Der mit jeweils 10.000 Euro dotierte Preis wird jährlich von der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg und der EWE Stiftung vergeben.

Dr. Dahlia Fischer (46) unterrichtet seit 2005 die Fächer Chemie, Physik, Naturwissenschaft und Technik sowie Naturphänomene am Carl-Benz-Gymnasium im baden-württembergischen Ladenburg. Bereits während ihres Referendariats initiierte und betreute sie naturwissenschaftliche Schülerforschungsprojekte außerhalb der regulären Unterrichtszeit. Ihre Schüler nehmen regelmäßig erfolgreich an Wettbewerben wie Jugend forscht teil. Bei ihrer Betreuungstätigkeit kann sie auf die Erfahrungen zurückgreifen, die sie in der universitären Forschung in Heidelberg, Oxford und Karlsruhe gesammelt hat. Jährlich betreut sie bis zu 130 Jugendliche in ihren Arbeitsgemeinschaften. Dr. Dahlia Fischer hat es sich zum Ziel gesetzt, die freie Forschungstätigkeit als festen Bestandteil im schulischen Lehrplan zu etablieren.

Dr. Friedrich Lütke Twenhöven (55) ist seit 1991 Fachlehrer für Biologie und Chemie an der Hermann-Tast-Schule in Husum. Seit Beginn seiner Tätigkeit als Lehrer motiviert er seine Schüler durch experimentellen Unterricht. Sein Ziel ist, ihnen ein breites Angebot an naturwissenschaftlichen Aktivitäten zu bieten. Er gründete eine „Nawi-AG“ für alle Schulstufen und mit einem Kollegen eine Schüler-Technik-Akademie. Seit Jahrzehnten betreut Dr. Friedrich Lütke Twenhöven Jugend forscht Projekte, beim diesjährigen Bundesfinale konnten seine Schüler einen Sonderpreis gewinnen. Es war ihm ein besonderes Anliegen, das Fach „Forschung und Technik“ als Wahlpflichtfach in der Mittelstufe einzuführen. Auch dank seines Engagements sind die Naturwissenschaften ein Markenkern des Schulprofils seines Gymnasiums geworden.

Der Namensgeber des Preises, Prof. Klaus von Klitzing, verbrachte die ersten Jahre seiner Schulzeit in Oldenburg. 1985 wurde der Wissenschaftler für den von ihm entdeckten „Quanten-Hall-Effekt“ mit dem Nobelpreis für Physik ausgezeichnet. Seit 1985 ist der Nobelpreisträger Direktor des Max-Planck-Instituts für Festkörperforschung in Stuttgart.

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