Chronologie der Wettbewerbe Jugend forscht und Schüler experimentieren 

Im Jahr 1965 rief Henri Nannen, der damalige Chefredakteur und Herausgeber der Illustrierten Stern, den naturwissenschaftlich-technischen Nachwuchswettbewerb Jugend forscht ins Leben. Nach dem Vorbild der amerikanischen „Science Fairs“ sollten Jungen und Mädchen ein selbst gewähltes Forschungsprojekt bearbeiten und ihre Erkenntnisse auf einer Messe der Öffentlichkeit präsentieren. Mit dieser Initiative wollte Henri Nannen dazu beitragen, den Nachwuchs an qualifizierten Wissenschaftlern in der Bundesrepublik zu fördern. Mehrere große Firmen übernahmen bereitwillig Patenschaften für die Wettbewerbe in den einzelnen Bundesländern. Namhafte Wissenschaftler aus Hochschule und Industrie stellten sich als Juroren zur Verfügung.

Im Februar 1966 traten 244 Mädchen und Jungen zunächst in Regionalwettbewerben, die zwischen Flensburg und Füssen ausgetragen wurden, gegeneinander an. Die Sieger aus diesen Wettbewerben kamen zu den Landeswettbewerben der einzelnen Bundesländer. Die Preisträger aus diesen Wettbewerben kamen schließlich zum Bundeswettbewerb, der damals in Hamburg ausgetragen wurde. Im Fach Chemie gewann Maria Klein aus Stuttgart mit einem Verfahren zur Untersuchung von ungesättigten Fettsäuren.

In den ersten zehn Jahren wurde dieser Wettbewerb ausschließlich vom Stern finanziert. Seit 1975 ist er ein gemeinsames Förderungswerk des Bundesministeriums für Bildung, Wissenschaft, Forschung und Technologie und des Stern. Rund 80 Patenfirmen finanzieren die Regional- und Landeswettbewerbe. Die Zentrale der Stiftung Jugend forscht e.V. hat ihren Sitz in Hamburg und wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung finanziert.

Die Zahl der Teilnehmer stieg gegenüber 1965 mit zunächst 244 Teilnehmerinnen und Teilnehmern im Lauf der Jahre beträchtlich an.  

Für die 47. Wettbewerbsrunde 2011/2012 hatten sich 10914 Teilnehmer bei Jugend forscht (Jufo) und  bei Schüler experimentieren (Schüex) gemeldet.

 

Die jeweils neuesten Teilnehmerzahlen erhält man bei www.jugend-forscht.de bzw. www.jugend-forscht.org

 

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Das Jahr 2012:

Ab Ende Januar 2012 finden bundesweit die Regionalwettbewerbe für die 47. Wettbewerbsrunde von Jugend forscht statt. Die jeweiligen Sieger kommen im März bzw. April zum Landeswettbewerb der einzelnen Bundesländer. Die Landessieger treffen sich dann beim

Bundeswettbewerb in Erfurt (17.-20.5.2012). Es werden zahlreiche Geld-, Sach- und Sonderpreise im Wert von annähernd 1 Million EURO vergeben.

Wenn Sie eine genaue Statistik zu Anmeldezahlen des laufenden Wettbewerbs sehen wollen, dann klicken Sie hier.

Es soll hier noch angefügt werden, dass ab 1990 von der Stiftung Jugend forscht e.V. und der Deutschen Bank der Wettbewerb „Europas Jugend forscht für die Umwelt“ ins Leben gerufen wurde. Bei diesem Wettbewerb treffen sich jedes Jahr im November Jugendliche aus ganz Europa, um ihre Arbeiten begutachten zu lassen. Diese Arbeiten sind zunächst auf nationaler Ebene als die besten ermittelt worden.

Eine Arbeit, die beim Wettbewerb Jugend forscht (Jufo) oder Schüler experimentieren (Schüex) eingereicht wird, muss aus einem der folgenden sieben Gebiete stammen:

a) Arbeitswelt

b) Biologie

c) Chemie

d) Geo- und Raumwissenschaft

e) Mathematik/Informatik

f) Physik

g) Technik

Das Motto der 47. Wettbewerbsrunde lautet: "Uns gefällt, was Du im Kopf hast".

Anmeldeschluss war am 30.11.2011